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23.04.2019

Lärmmonitoring des Bundes nimmt den Betrieb auf

Weniger Lärm und mehr Lebensqualität

Güterzüge mit einer Länge von mehreren hundert Metern, die minutenlang an einem Schlafzimmer vorbeirollen – das kann einem den Schlaf rauben. Selbst dann, wenn man nicht unmittelbar an den Gleisen wohnt. Das Gesetz zum Verbot des Betriebs lauter Güterwagen (Schienenlärmschutzgesetz), das am 20. Juli 2017 in Kraft getreten ist, soll Abhilfe schaffen. Zugelassen sind ab 2020 nur noch Güterwagons mit Bremssystemen, die die Lärmemissionen der Zugräder minimieren – in der Regel sind das moderne Bremssyssteme, die anders als konventionelle Graugußbremsen die Radoberfläche schonen und dadurch das Fahrtgeräusch reduzieren .  

Das Eisenbahn-Bundesamt hatte im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und Digitale Infrastruktur ein Monitoring ausgeschrieben, bei dem an 19 Messpunkten auf stark befahrenen Strecken des Güterverkehrs im gesamten Bundesgebiet die Lärmemissionen von Güterzügen erfasst und ausgewertet werden soll. Die Messstationen wurden so im Schienennetz positioniert, dass sie mehr als zwei Drittel des in Deutschland verkehrenden Güterzugverkehrs erfassen und die gewonnenen Daten eine große Aussagekraft gewinnen.

Gewonnen hatte die Ausschreibung die Firma Müller-BBM Rail Technologies aus Planegg, die nun auch das Projet erfolgreich realisiert hat. Bei einem vergleichbaren Projekt in der Schweiz gewannen die Bayern schon wertvolle Erkenntnisse zum Lärmschutz, mit denen die Bevölkerung in der Eidgenossenschaft künftig ruhigere Nächte genießen kann.  Entsprechend groß ist die Freude bei Geschäftsführer Prof. Stefan Lutzenberger: „Dieses Leuchtturmprojekt für das Eisenbahn-Bundesamt zu realisieren und damit Transparenz für Anwohnern an vielbefahrenen Güterzugstrecken zu schaffen, ist gleichermaßen wichtig für die Anwohner und die Zugstreckenbetreiber. Wichtige Erkenntnisse für eine Reduzierung der Lärmemission zu liefern und somit zu einem leiseren Zugverkehr beizutragen, nutzt allen.“  

Denn leiserer Zugverkehr – da ist sich Lutzenberger mit Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) einig – bedeutet für die Bevölkerung mehr Lebensqualität.  

Die Ergebnisse des Lärmmonitorings stehen unter www.laermmonitoring.de der Öffentlichkeit zur Verfügung.

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